Karl-Szcuka-Preiträger 2011: Karl-Sczuka-Preis 2011 für das Institut für Feinmotorik – SWR2 :: Hörspiel & Feature :: Karl-Sczuka-Preis :: Archiv | SWR.de

Karl-Szcuka-Preiträger 2011Karl-Sczuka-Preis 2011 für das Institut für Feinmotorik

The Künstlergruppe Institut für Feinmotorik [artist group Institute for fine motor control] (Florian Meyer, Daniel van den Eijkel, Tim Elzer, Marc Matter, Mark Brüderle) wins the 2011 Karl Sczuka Award for radio play as radio art.

Auszeichnung für “Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik”. Sendungen in SWR2 am 21. Oktober und 8. November.

Institut für Feinmotorik im ZKM Karlsruhe

 

Die Künstlergruppe Institut für Feinmotorik (Florian Meyer, Daniel van den Eijkel, Tim Elzer, Marc Matter, Mark Bruederle) erhält den vom Südwestrundfunk (SWR) gestifteten Karl-Sczuka-Preis 2011 für Hörspiel als Radiokunst. Sie wird für das Radiostück „Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik“ ausgezeichnet, das aus einer am 17.1.2011 gesendeten SWR-Veranstaltung zu „Art’s Birthday 2011“ hervorgegangen ist. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro verbunden. Der diesjährige Karl-Sczuka-Förderpreis in Höhe von 5.000 Euro wird an die Kölner Autorin und Regisseurin Ulrike Janssen für ihre Produktion „vogelherdrecherche“ vergeben, die am 29.3.2011 vom Deutschlandfunk urgesendet wurde.

100 Bewerbungen

SWR2 sendet das preisgekrönte Werk und Ausschnitte der Verleihung des Karl-Sczuka-Preises 2011 im “SWR2 Hörspiel-Studio” am 21. Oktober, ab 22.03 Uhr. Unter dem Titel “Das Hörspiel vom Hörspiel” sind am 8. November um 22.03 Uhr in SWR2 Ausschnitte weiterer Werke aus dem diesjährigen Wettbewerb um den Karl-Sczuka-Preis zu hören, die Jurymitglied Margarete Zander präsentieren wird.

Der Karl-Sczuka-Preis gilt als international bedeutende Auszeichnung für avancierte Werke der Radiokunst. Er wird jährlich an die „beste Produktion eines Hörwerks, das in akustischen Spielformen musikalische Materialien und Strukturen benutzt“, verliehen. In diesem Jahr wurden 80 Wettbewerbsbeiträge aus sieben Ländern eingereicht, davon 46 Produktionen der ARD und vom Deutschlandradio. Sechs Produktionen stammen von ausländischen Rundfunkanstalten, 25 von freien Autoren. Die Preisverleihung findet am 15. Oktober als öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2011 statt.

Die 100 Bewerberinnen und Bewerber kamen aus Argentinien, Australien, Deutschland, England, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, dem Iran, Kanada, Kroatien, Mexiko, Österreich, Portugal, Serbien, der Schweiz, Slowenien, Spanien; Taiwan, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika.

Über die Zuerkennung der Preise hat am Donnerstag, 14. Juli, in Baden-Baden eine unabhängige Jury entschieden. Mitglieder waren die Publizistin, Literaturwissenschaftlerin und ehemalige Kulturstaatsministerin Christina Weiss (Vorsitz), der Schriftsteller Marcel Beyer, der Literaturwissenschaftler Michael Grote, der Komponist Helmut Oehring sowie die Journalistin und Musikwissenschaftlerin Margarete Zander. In ihrer Begründung schreibt die Jury:

“Die 50 Skulpturen des Institut fuer Feinmotorik‘ haben die diesjährige Jury des Karl-Sczuka-Preises durch ihre konkrete sinnliche Klanglichkeit ebenso überzeugt wie durch ihre radikale Konsequenz. Seit 1997 reizt das fünfköpfige Künstlerkollektiv ‚Institut für Feinmotorik‘ in experimentellen Performances die Möglichkeiten seiner Medien aus – in der Arbeit mit DJ-Mischpulten und präparierten Plattenspielern, auf denen nicht Schallplatten, sondern Alltagsmaterialien wie Gummibänder, Büroklammern und Klebeetiketten abgetastet werden. Aus dieser mutigen Reduktion der radiophonen Mittel entsteht ein Aggregat in Klang geformter Körper von rätselhafter Archaik.”

Institut für Feinmotorik

Das Institut für Feinmotorik ist ein Künstlerkollektiv, das in verschiedenen Formationen an verschiedenen Formaten arbeitet. Die größte Aufmerksamkeit erlangten bisher Experimente mit präparierten Schallplattenspielern, welche mit allen möglichen Materialien, aber konsequent ohne Schallplatten, bespielt werden. Der Aufbau besteht aus einem Tisch mit acht Plattenspielern und vier DJ-Mischpulten. Die Plattenspieler sind mit Haushaltsmaterialien präpariert wie Klebeband, Büroklammern, Papierschnipsel und Klebeetiketten, Gummibänder und Drahtspiralen. Die Mitglieder der Künstlergruppe betrachten den Tisch mit den ganzen Utensilien als ihr Instrument und erzeugen damit Geräusche und Klänge, die oftmals spröde und karg anmuten, aber doch eine ganz eigene Qualität und Anmut besitzen. Auch wenn es für das Publikum manchmal so klingt, werden bei der Arbeit mit den präparierten Plattenspielern dennoch keine elektronischen Effekte eingesetzt.

via swr.de
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